Interview mit Lars Kern

Kurz vor Schluss

Porsche hat den Rekord für straßenzugelassene Wagen auf der Nordschleife in die Winterpause mitgenommen, ganz knapp. Denn um Bestzeiten einzufahren, ist der November kein Traummonat.

© Roman Rätzke
Für Porsche-Testfahrer Lars Kern war es das zweite Mal, dass er den 911 GT2 RS dort anvertraut bekam. Er war im September 2017 mit demselben Wagen, allerdings in der Serienversion, die Rekordzeit von 6:47,3 min gefahren. Lars Kern erzählt von der Zeit vor der Runde in 6:40,3 min auf der Rennstrecke – und wie knapp es am Ende gelang, Lamborghini den Rekord zu entreißen. Mit einem von Manthey noch einmal verbesserten Wagen.

WAS WAR DAS FÜR EIN GEFÜHL, ALS LAMBORGHINI IM AUGUST DIE ZEIT DES 911 GT2 RS MIT 6:44,9 MIN UNTERBOTEN HATTE?
Generell freut man sich über Wettbewerb in dem Bereich. Der Rekord des 911 GT2 RS hatte ja schon recht lange Bestand, und wir alle hofften, er würde über den Winter halten. Ich kenne Marco Mapelli, der den Lamborghini gefahren hatte, wir sehen uns immer wieder mal an der Rennstrecke und schätzen uns beide. Aber natürlich ist es mir lieber, Erster als nur Zweiter zu sein.

HATTE PORSCHE DANACH INS AUGE GEFASST, NOCH EINEN REKORDVERSUCH IN DIESEM JAHR ZU STARTEN?
Ich hatte mit dem Team von Manthey schon länger über mögliche Verbesserungen gesprochen. Wir wussten, im GT2 RS steckt noch Potenzial, das war schon nach der ersten Rekordfahrt klar. Manthey war auch sofort dabei. Als der Lamborghini die Rekordrunde gefahren war, durften wir dann offiziell loslegen. Wir haben dann noch etwas gebraucht, bis wir es tatsächlich angingen, aber dann lief alles recht schnell.

WAS HAT MANTHEY AN DEM WAGEN VERÄNDERT?
Es war eine Co-Produktion von Manthey und Porsche. Wir haben das Rekordfahrzeug genommen und sind einfach noch einmal losgefahren. Dann haben wir Stück für Stück an der Aerodynamik gearbeitet. Das lief schon sehr gut. Dazu tauschten wir das Serienfahrwerk gegen ein konventionelles von KW aus. Aber dabei haben wir auch immer gemerkt, auf welch extrem hohem Niveau der 911 GT2 RS schon im Serientrimm ist. Dabei orientierten wir uns am 911 GT3 R, mit etwas weicheren Federraten. Von der aerodynamischen Balance her wollten wir das Auto so lassen, aber noch mehr Abtrieb bekommen. Der Fortschritt hier war subjektiv gefühlt immens.

WELCHE REIFEN WAREN MONTIERT?
Montiert waren die optionalen Michelin Pilot Sport Cup 2 R-Reifen, wie schon beim ersten Rekord mit dem 911 GT2 RS. Damals waren es noch Entwicklungsreifen. Der Serienreifen funktioniert nun sogar noch etwas besser.

WIE FÄHRT SICH DER WAGEN IM VERGLEICH ZUM NORMALEN 911 GT2 RS?
Die Abtriebssteigerung ist jederzeit zu spüren. Das generiert nicht nur Performance, sondern gibt einem auch Vertrauen. Der Grenzbereich wird größer.

[...]


Das gesamte Interview ist Teil unserer Ausgabe 2-2019.
Erhältlich auch als Download in unserer App.

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