Der letzte Porsche 991

Ein Rekordhalter

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233.450 Stück – so viele 911 einer Baureihe hat Porsche noch nie produziert. Aktuell ist der letzte 991 vom Band gelaufen, ein Speedster. Nun kann Porsche Bilanz ziehen. Und die fällt durchaus eindrucksvoll aus.
Letzter Porsche 991
© Porsche

Seit Herbst 2011 wurde die Baureihe 991 angeboten. In seinem letzten Produktionsjahr 2019 kam er nur noch auf geringe Stückzahlen, da Porsche seit Herbst 2018 den Nachfolger 992 anbietet. Trotzdem überbietet er seinen Vorgänger 997 deutlich. Auch dieser wurde acht Jahre lang verkauft. Er kam auf 213.004 Fahrzeuge, also etwa zehn Prozent weniger. Doch auch das ist ein beachtlicher Erfolg, schaut man auf die mittlerweile über 50-jährige Produktionszeit des Sportwagens.

Da in diesen Zeiten Produktionsanläufe erhalten sind, macht es mehr Sinn, einen Blick auf die Jahresproduktionszahlen zu werfen. Vereinfacht gerechnet kann man davon ausgehen, dass Porsche zwischen 2012 und 2018 konstant deutlich über 30.000 Porsche 991 im Jahr abgesetzt hat. Das sind Zahlen, die waren zu den Zeiten, als man noch die luftgekühlten Modelle fertigte, nicht im Ansatz in Sichtweite. Als Porsche den 911 auf den Markt brachte, galten fünfstellige Produktionszahlen als sehr guter Wert. In den Anfangsjahren brachte der 912 mit einem 90-PS-Vierzylinder aus dem Porsche 356 zusätzlich Geld in die Kassen und kam auf gute Stückzahlen. Erst als Porsche zum Modelljahr 1969 den 911 T mit 110 PS als neue Einstiegsvarianten auf den Markt brachte und der 912 auslief, erreichte man erstmals 10.118 Verkäufe.

Letzter Porsche der Baureihe 991
© Porsche

In dem Bereich zwischen 10.000 und 17.000 911 im Jahr sollte man sich auch bis zum Auslaufen der G-Serie bewegen, nur in den Modelljahren 1975 (8.189 Exemplare) und 1981 (8698) lag man deutlich darunter. Die Schwelle von 20.000 Fahrzeugen knackte erstmals der Porsche 964 im Modelljahr 1991 (20.072). Auch der letzte luftgekühlte Porsche 911, die Baureihe 993, kam im Modelljahr 1996 einmal über diese Schwelle (21.602).

Der große Verkaufserfolg kam für Porsche erst mit dem Wechsel auf den komplett neuen 996 mit wassergekühlten Motoren. Im Modelljahr 2002 fertigte Porsche erstmals über 30.000 911er, nämlich genau 33.013 Exemplare. Die jährlichen Produktionszahlen lagen nun konstant über den Werten der luftgekühlten Vorgänger. 175.262 Wagen brachte Porsche vom 996 auf den Markt in den acht Jahren, in dem er angeboten wurde.

Letzter Porsche 991
© Porsche

Letzte Baureihe mit Saugmotoren

Der 991 wird aus verschiedenen Gründen einen ganz besonderen Platz in der Porsche 911-Historie bekommen. Er wurde zwar noch einmal größer, setzte aber fahrdynamisch neue Maßstäbe. Er war der letzte 911, der in den Basis-Modellen noch mit einem Saugmotor angeboten wurde, zum Facelift im Jahr 2015 wurden sie durch Turbo-Maschinen ersetzt. In seine Laufzeit fiel die Produktion des einmillionsten Porsche 911 und eines der begehrenswertesten Modelle der Neuzeit, dem Porsche 911 R, ein zivil aussehender 911 mit GT-3-Technik und ohne Heckflügel – und einem handgeschalteten Getriebe.

Porsche Produktion
© Porsche

Der 2017 vorgestellte 911 GT2 RS ist mit seinem 700 PS-Motor der bisher stärkste Serien-Elfer. Der zum Abschluss produzierte 911 Speedster profitierte als erster 911 dieser Ausführung von einem kräftigen Transfer von GT3-Technik, was ihn deutlich vom 964 Speedster und dem 997 Speedster unterscheidet. Er besitzt einen 510 PS-starken Vierliter-Saugmotor. Das sind nur 10 PS weniger als der bisher stärkste Saugmotor-Boxer, den Porsche im 911 GT3 RS einbaute (520 PS). Das alles wird ihm der Nachfolger 992 nicht so einfach nachmachen können.

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