964 GS

Fixe Idee

Der Trend zum neuzeitlichen Elfer im historischen Look ist in Deutschland angekommen. 964 GS1 heißt die badische Interpretation des kalifornischen Singer-Vorbilds. Mehr Leistung und viel Herzblut stecken drin, die Chancen für eine Fertigung in minimaler Auflage stehen gut.

© Roman Rätzke

Der schwerste Moment war der Beginn, als Gerhard Stefan dem gepflegten 964 ins gesunde Blech schnitt und im großen Schwung die hinteren Seitenteile auf- und abtrennte. Es war der point of no return, ein Zurück gab es nicht mehr.
Die Modellbezeichnung ist Programm: Für Göller und Stefan ist der GS eine Premiere, ein Erstlingswerk. Eigentlich warten, reparieren und restaurieren sie im Rastatter Zwei-Generationen-Betrieb klassische Porsche, seit bald 40 Jahren ist der Senior mit eigenem Auto im 356-Club aktiv. Das historisch Korrekte wird hier hoch geschätzt.
Dennoch sollte, musste der GS etwas Neues, etwas ganz anderes werden. „Wir hatten Lust auf ein Vater-Sohn-Projekt, auf einen Porsche der Extraklasse“, erklärt Gerhard Stefan (68). Circa 4000 Stunden Arbeit stecken in der Verbindung aus Siebziger-Jahre-Design und 964-Technik der neunziger Jahre. „Und natürlich wollen wir jetzt auch eine Kleinserie bauen“, ergänzt Philipp Göller (22).
Der Auslöser war das Bild eines Singer-Porsche. Mit Kreationen auf 964-Basis, die den Look alter F-Modelle auf jüngere Baureihen übertragen und mit leistungsstarker Technik und Komfort-Elementen der Neuzeit verbinden, hat Singer Vehicle Design aus Los Angeles einen Trend geschaffen, der von Kalifornien aus um die Welt geht.

MODIFIKATIONEN SIND ERLAUBT

Modifikationen und gelebter Individualismus werden in der Elfer-Szene nicht mehr als Schändung des klassischen Originals angesehen.
„Wenn es in den USA möglich ist, einen Porsche derart umzubauen, muss das doch auch bei uns gehen – trotz der viel schärferen Vorschriften.“ Dass wie beim Vorbild aus den USA ein 964 die Grundlage für den Umbau liefern würde, stand für Gerhard Stefan außer Frage: „Dafür gibt es mehrere Gründe. 964 sind immer noch in großer Auswahl vorhanden und im Vergleich zu anderen Elfern günstig.Ich halte den 964 für DEN perfekten Elfer. Ein 993 ist mir zu neu, zu modern; der nimmt zu viel vom Nervenkitzel weg. Ein bisschen Angst und Respekt vor dem Auto dürfen schon sein. Wir haben einen Carrera 4 von 1989 genommen, weil er mit Allradantrieb in den Bergen schneller ist. Die 130 Kilo mehr im Vergleich zum Carrera 2 spürt man bei einem Gesamtgewicht von 1285 Kilo beim Fahren nicht.“
Design und technische Lösungen entwickelten Vater und Sohn gemeinsam. Während Philipp Göller in erster Linie hinter den Kulissen wirkte und darüber hinaus in der Ausbildung zum Kfz-Meister steckte, übernahm Gerhard Stefan den handwerklichen Teil. Mit dem Heraustrennen der ersten Bleche fiel 2015 der Startschuss.


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