Intercontinental GT Challenge: Porsche dominiert den Abschluss

Erfolg auf den letzten Metern

Die letzten 30 Minuten brachten den Sieg. Rund eineinhalb Stunden musste das Feld der GT3-Rennwagen hinter dem Safety-Car herfahren, weil nach sieben Stunden auf dem Kurs in Kyalami (Südafrika) bei der Intercontinental GT Challenge heftige Regenfälle einsetzt hatten. Dann kam es zum Schlussspurt – mit durchschlagendem Erfolg für Porsche.
© Porsche

Porsche hat erstmals den Herstellertitel in der Intercontinental GT Challenge gewonnen. Beim Finale der weltweit wichtigsten Meisterschaft für GT3-Sportwagen fuhr der Porsche 911 GT3 R des Frikadelli Racing Teams zum Sieg – und das erst auf den letzten Metern. In einem turbulenten Neunstundenrennen bestimmten Werksfahrer Nick Tandy (Großbritannien) sowie die Porsche Young Professionals Dennis Olsen (Norwegen) und Mathieu Jaminet (Frankreich) das Geschehen. Durch Rang drei für das Team GPX Racing mit den Fahrern Kévin Estre (Frankreich), Michael Christensen (Dänemark) und Richard Lietz (Österreich) sammelte Porsche die entscheidenden Punkte. Auch die Fahrermeisterschaft ging an Porsche: Dennis Olsen sicherte sich mit seinem zweiten Saisonsieg nach dem Triumph beim Jahresauftakt in Bathurst (Australien) den Titel.

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Nach dem Start bei sommerlichen 29 Grad Celsius Lufttemperatur und auf fast 50 Grad heißem Asphalt schoben sich die drei GT3-Fahrzeuge von Frikadelli Racing (Nummer 31), GPX Racing (#20) und Dinamic Motorsport (#12) sofort an die Spitze. Nach wenigen Runden übernahm Sportwagen-Weltmeister Christensen im Porsche 911 GT3 R mit der Nr. 20 die Führung. Ein starkes Gewitter mit heftigen Regenfällen veränderte die Reihenfolge an der Spitze rund zwei Stunden vor dem Rennende. Aufgrund notwendiger Tankstopps hinter dem Safety-Car, das wegen schwieriger Verhältnisse auf die Strecke geschickt worden war, fielen die beiden besten Porsche 911 GT3 R zunächst auf die Plätze drei und vier zurück. Die Rennleitung gab das Rennen jedoch 25 Minuten vor dem Ende noch einmal frei.

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Es folgte eine Demonstration der Stärke des GT3-Fahrzeuges aus Stuttgart auf nasser Strecke und eine eindrucksvolle Darstellung des Talents von Werksfahrer Nick Tandy. Der Brite, der das Auto mit der Startnummer 31 am Freitag auf die Pole-Position gefahren hatte, schob sich innerhalb einer Runde an die Spitze und baute seinen Vorsprung bis zur Zieldurchfahrt auf 6,746 Sekunden aus. Die Spa-Sieger Lietz, Estre und Christensen fuhren Platz drei für das Kundenteam GPX Racing ein. Matt Campbell (Australien) sowie Laurens Vanthoor (Belgien) und Earl Bamber (Neuseeland) erreichten in der Startnummer 12 des italienischen Teams Dinamic Motorsport den achten Rang. Das Trio hatte bei Boxenstopps unter Gelb viel Zeit verloren. Die Aufholjagd des KÜS Team 75 Bernhard (Startnummer 911) mit Werksfahrer Romain Dumas aus Frankreich sowie seinen deutschen Kollegen Sven Müller (Bingen) und Dirk Werner (Würzburg) endete auf dem neunten Platz. Mit vier Fahrzeugen in den Top 10 war Porsche der deutlich stärkste Hersteller im Starterfeld mit insgesamt 28 Autos.

Das von Lechner Racing in der Silver-Kategorie eingesetzte GT3-Fahrzeug erreichte den Sieg in seiner Klasse (Gesamtrang 14). Porsche-Entwicklungsfahrer Lars Kern (Weissach) wechselte sich am Steuer der Startnummer 9 mit dem Südafrikaner Saul Hack und Dylan Pereira aus Luxemburg ab.

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