Porsche Fahrer
· 08.04.2026
Simone Zanoni wuchs auf einem Bauernhof in der italienischen Lombardei auf. Seine Großmutter prägte dort seine Verbundenheit mit der traditionellen italienischen Küche. Nach der Kochausbildung führte ihn sein Weg in die renommiertesten Küchen Europas, darunter das Restaurant Gordon Ramsay in London – das einzige Haus der Stadt mit drei Michelin-Sternen. 2016 übernahm Zanoni die Leitung des Le George im Four Seasons Hotel George V in Paris. seiner Führung erhielt das Restaurant 2017 einen Michelin-Stern. Im selben Jahr legte er in Versailles einen 3.000 Quadratmeter großen Gemüsegarten für das Restaurant an – eine bewusste Rückbesinnung auf seine lombardischen Wurzeln. Der Jahrgang 1976 lebt heute in Versailles und verbindet seine Kochkunst mit einer zweiten Leidenschaft: Porsche und dem Motorsport.
Schon früh war Zanoni von den Bergrennen in seiner Heimat fasziniert. Heute ist er privat selbst auf der Rennstrecke unterwegs. Sein Fahrzeug: ein 911 GT3 RS der 991-Generation. „Die erste Runde, die ich in einem 911 GT3 RS gefahren bin – unvergesslich", sagt Zanoni über seinen 911-Moment. Der GT3 RS dient ihm als Ausgleich zum hektischen Küchenleben. Auf die Frage, auf was er beim 911 nicht verzichten könnte, antwortet er: „Die Bewegung, die Dynamik, die Action – zu lange Stille macht mich verrückt." Seine Lieblingsstraße ist der Tonalepass in Italien. Sein Sehnsuchtsort: „Auf einer Rennstrecke am frühen Morgen, bevor alle anderen eintreffen." Als historisches Vorbild nennt Zanoni Enzo Ferrari. Sein Lieblingsfilm ist _Le Mans_ mit Steve McQueen.
Zanoni beschreibt den Porsche 911 in drei Worten: „Zeitlos, präzise, emotional." Auf die Frage, was er niemals in einem 911 tun würde, antwortet er: „Ihn ohne Respekt fahren. Ein 911 ist Ingenieurskultur." Sein wertvollster Besitz sind seine Messer und sein Rennhelm. „Beides steht für Disziplin und Präzision", erklärt er. Sein Geheimnis: „Ich betrachte mein Leben wie eine Rennstrategie und plane Energie, Risiken und Erholung sorgfältig – in der Küche und auf der Rennstrecke." Auf die Frage, was man ihm niemals zutrauen würde, sagt Zanoni: „Dass ich extrem diszipliniert und strukturiert bin." Sein bester Rat: „Mach niemals halbe Sachen. Gib alles oder lass es ganz bleiben."
Einfache Dinge bereiten Zanoni großes Glück: „Ein perfekter Espresso, joggen bei Sonnenuntergang, frisches Brot mit Olivenöl." Seine derzeitige Verfassung beschreibt er so: „Ich bin immer in Bewegung. So bleibe ich wachsam, konzentriert und lebendig." Was ihn aufhalten kann: „Neue Ideen für Gerichte." Für die sprichwörtliche Insel würde er drei Dinge mitnehmen: „Ein Messer, eine Pfanne und der Sound eines Porsche-Motors." Auf die Frage, was Liebe ist, antwortet er: „Die Intensität und Energie, die man spürt, wenn ein Gericht genau so gelingt, wie man es sich vorgestellt hat." Sein Lieblingsbuch ist _Kitchen Confidential_ von Anthony Bourdain. Morgens wacht er mit italienischem Jazz auf – „etwas Sanftem, bevor man in den Rennmodus wechselt." Auf Bildschirme im 911 könnte er verzichten. Das Interview erschien erstmals im Christophorus Magazin, Ausgabe 418. Die Fotos stammen von Calvin Courjon für Porsche France.
| Modell | 911 GT3 RS (991) |
| Kraftstoffverbrauch kombiniert (WLTP) | 13,2 l/100 km |
| CO₂-Emissionen kombiniert (WLTP) | 299 g/km |
| CO₂-Klasse | G |