Porsche Fahrer
· 07.04.2026
Florian Laudan wird ab 7. April 2026 neuer Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Presse, Nachhaltigkeit und Politik bei der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG. Der 53-Jährige wechselt von der ZF Friedrichshafen AG nach Zuffenhausen, wo er zuletzt als Senior Vice President die Konzernkommunikation und das Marketing verantwortete. Er tritt die Nachfolge von Dr. Sebastian Rudolph an, der sich seit 1. Januar 2026 auf die Leitung der Konzernkommunikation der Volkswagen AG konzentriert.
„Florian Laudan ist ein Kommunikationsprofi mit langjähriger Branchenkenntnis und großer internationaler Erfahrung. Er verfügt über beste Voraussetzungen, um Porsche kommunikativ sicher durch den aktuellen Transformationsprozess zu steuern", sagt Dr. Michael Leiters, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG. Die Personalie erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Sportwagenhersteller mit Herausforderungen im Markt konfrontiert ist und die Elektrifizierung der Modellpalette vorantreibt.
Laudans Karriere ist geprägt von Führungspositionen in der Automobilindustrie. Bei der Mercedes-Benz Bank AG und Daimler Truck AG sammelte er über Jahre hinweg Erfahrung in verschiedenen Kommunikationsfunktionen. Besonders relevant für seine neue Aufgabe: Seine internationale Tätigkeit führte ihn als Head of Communications für Daimler Truck Asia mehrere Jahre nach Indien und Japan. In diesen Märkten baute er Kommunikationsstrukturen auf und lernte unterschiedliche Medienlandschaften kennen.
Nach seiner Rückkehr in die Zentrale übernahm Laudan die Position als Head of PR and Internal Communications, Communications Trucks & Buses bei Daimler Truck. Der Wechsel zu ZF erfolgte 2022, zunächst als Leiter Kommunikation der Commercial Vehicle Division. Zwei Jahre später, 2024, wurde er zum Leiter Konzernkommunikation und Marketing des Zulieferers ernannt. Bei ZF verantwortete er die Kommunikation eines Unternehmens mit rund 168.000 Mitarbeitern in 31 Ländern.
In seiner neuen Funktion bei Porsche wird Laudan ein breites Spektrum an Kommunikationsthemen steuern. Dazu gehören die klassische Pressearbeit, die Nachhaltigkeitskommunikation sowie politische Themen. Die Porsche AG beschäftigt weltweit über 40.000 Mitarbeiter und verkaufte 2025 rund 310.000 Fahrzeuge. Der Sportwagenhersteller befindet sich in einer Phase, in der sowohl Verbrennermotoren als auch Elektroantriebe im Portfolio stehen.
Die Kommunikation muss dabei unterschiedliche Zielgruppen erreichen: Kunden, die weiterhin Verbrenner bevorzugen, solche, die auf Elektromobilität setzen, sowie Investoren und politische Entscheidungsträger. Hinzu kommen Themen wie die Produktion an den Standorten Zuffenhausen, Leipzig und international, die Motorsportaktivitäten in der Formel E und im Langstreckensport sowie die Digitalisierung der Marke.
Der Abgang von Sebastian Rudolph zu Volkswagen zeigt die enge Verflechtung innerhalb des Konzerns. Rudolph hatte die Position bei Porsche seit mehreren Jahren inne und wechselte zum Jahresbeginn 2026 in die Konzernzentrale nach Wolfsburg. Dort verantwortet er die Kommunikation der gesamten Volkswagen AG. Die Neubesetzung bei Porsche erfolgte innerhalb von drei Monaten.
Laudan bringt Erfahrung aus der Zulieferindustrie mit, die für Porsche relevant sein könnte. ZF ist ein wichtiger Partner für Automobilhersteller und liefert Komponenten für Antriebe, Fahrwerk und Elektronik. Die Kenntnis der Zuliefererperspektive und der technologischen Entwicklungen in diesem Bereich könnte bei der Kommunikation über neue Technologien von Vorteil sein. Zu seinen konkreten Plänen für die Kommunikationsstrategie bei Porsche macht das Unternehmen keine Angaben.