Porsche spendet 500.000 Euro für kranke Kinder

Porsche Fahrer

 · 21.08.2026

Porsche 99X Electric (#51, #94), Nico Müller, Pascal Wehrlein, Porsche Formel-E-Team
Foto: Porsche AG

Von Le Mans in die Formel E

Porsche übertrug sein Förderprogramm Racing for Charity erstmals auf die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft. Pro absolvierter Rennrunde zahlte der Sportwagenhersteller 400 Euro in den Spendentopf. Die beiden Werksfahrer Pascal Wehrlein und Nico Müller fuhren in 17 Rennen insgesamt 1.123 Runden. Das ergab 449.200 Euro, die Porsche auf 500.000 Euro aufrundete. Seit der Premiere beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2023 summieren sich die Spenden des Programms auf knapp drei Millionen Euro.

„Porsche möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben. Daher engagieren wir uns mit Racing for Charity für die Unterstützung schwerkranker Kinder weltweit", so Dr. Michael Steiner, Vorstand für Forschung und Entwicklung der Porsche AG. „Unser Werksteam kämpfte in der Formel E nicht nur um die WM-Titel, sondern auch um die höchstmögliche Spendensumme." Die Formel E unterstützte das Engagement mit einer zusätzlichen Spende von 25.000 Euro beim Berlin E-Prix im Mai. Das Geld stammt aus dem Better Futures Fund der vollelektrischen Weltmeisterschaft.

Meistgelesen

1

2

3

4

5

Drei Organisationen profitieren

Die 500.000 Euro gehen an drei gemeinnützige Organisationen: Kinderherzen retten e.V., Interplast Germany e.V. und die Ferry-Porsche-Stiftung. Kinderherzen retten ermöglicht lebensrettende Herzoperationen in Deutschland für Kinder aus Ländern ohne spezialisierte medizinische Versorgung. Interplast Germany bietet Kindern in Entwicklungs- und Schwellenländern Zugang zu rekonstruktiven Operationen bei schweren Verbrennungen, Verletzungen oder angeborenen Fehlbildungen. Die Ferry-Porsche-Stiftung fördert gesellschaftlichen Zusammenhalt und Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche.

Ein konkretes Beispiel ist Amy aus El Salvador. Ärzte der Herzklinik Freiburg operierten ihren Herzseptumdefekt im Alter von acht Monaten. Zuvor war ihre Entwicklung beeinträchtigt. Heute ist Amy nach Angaben von Kinderherzen retten ein gesundes Mädchen. Der zweijährige Rashid aus Tansania litt einer Fehlbildung mit tumorösen Veränderungen an Hand und Unterarm. Rekonstruktive Operationen von Interplast Germany erhielten seinen Arm und verbesserten dessen Funktion.

Zusatzmotivation für die Fahrer

Nico Müller betonte die Bedeutung der Initiative: „Racing for Charity bedeutete eine Zusatzmotivation für Pascal und mich. Wann immer wir keine WM-Punkte holen konnten, zählte trotzdem jede Runde. Wir sind beide Väter und können uns daher umso mehr mit der Initiative identifizieren. Wir wünschen den Organisationen den größtmöglichen Erfolg bei ihrer Arbeit." Pascal Wehrlein gewann zum zweiten Mal die Fahrerwertung der Formel E. Müller fuhr als Teamkollege im zweiten Porsche 99X Electric der Generation GEN3 Evo.

Neben dem Werksteam startete das US-Kundenteam Andretti Formula E mit dem aktuellen Porsche 99X Electric. Das zweite Kundenteam Cupra Kiro setzte auf die Technik der Vorgängergeneration GEN3. Porsche nutzt die Formel E nach eigenen Angaben, um Erkenntnisse für die Entwicklung von Seriensportwagen zu gewinnen. Die vollelektrische Rennserie dient als Testfeld für Antriebstechnologien und Energiemanagement.

Langfristiges Engagement

Das Förderprogramm Racing for Charity startete 2023 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Dort sammelte Porsche pro gefahrener Runde Geld für wohltätige Zwecke. Die Übertragung auf die Formel E erweiterte das Konzept auf eine komplette Rennsaison mit 17 Läufen weltweit. Die Saison 2025/2026 führte von São Paulo über Monaco und Berlin bis zum Finale in London. Jede Runde auf den Stadtkursen brachte 400 Euro für die drei Organisationen.

Porsche kündigte keine Fortsetzung des Programms für die kommende Saison an. Auch zu möglichen Anpassungen der Spendenhöhe pro Runde machte der Hersteller keine Angaben. Die Ferry-Porsche-Stiftung ist als eine der drei begünstigten Organisationen eng mit dem Unternehmen verbunden. Sie fördert Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur. Kinderherzen retten wurde von Prof. Dr. Friedhelm Beyersdorf gegründet. Prof. Dr. Jürgen Hermann Dolderer vertritt Interplast Germany im Vorstand.


Im Überblick

Anzahl Rennen17
Gefahrene Runden1.123
Spende pro Runde400 Euro
Gesammelte Summe449.200 Euro
Aufgerundeter Betrag500.000 Euro
Zusatzspende Formel E25.000 Euro
Gesamtsumme seit 2023ca. 3.000.000 Euro

Auf einen Blick

  • Porsche sammelte in der Formel-E-Saison 2025/2026 pro Rennrunde 400 Euro für kranke Kinder
  • Die Werksfahrer Wehrlein und Müller fuhren 1.123 Runden, was 449.200 Euro ergab
  • Porsche rundete den Betrag auf 500.000 Euro auf und unterstützt drei Organisationen
  • Seit dem Start 2023 in Le Mans summieren sich die Racing-for-Charity-Spenden auf drei Millionen Euro
  • Die Formel E steuerte beim Berlin E-Prix zusätzlich 25.000 Euro aus dem Better Futures Fund bei

PORSCHE FAHRER Video-Empfehlungen zur Porsche Formel-E

Artikel teilen: