Porsche Fahrer
· 30.01.2026
1973 dominierte der Porsche 917/30 mit bis zu 1.100 PS die Can-Am-Serie. Der Rennwagen setzte Maßstäbe in Turbo-Technologie und Aerodynamik. Mark Donohue steigerte die Leistung 1975 auf 1.230 PS und erreichte auf dem Oval von Talladega 355,85 km/h – ein Rekord, der Geschichte schrieb. Über 50 Jahre später präsentiert Porsche mit dem Cayenne Turbo Electric das zweite Serienfahrzeug mit mehr als 1.000 PS. Das vollelektrische SUV leistet bis zu 850 kW, was 1.156 PS entspricht. Damit ist es der stärkste Serien-Porsche aller Zeiten.
Beim F.A.T. Ice Race in Zell am See stehen beide Fahrzeuge an diesem Wochenende gemeinsam auf Schnee und Eis. Die Veranstaltung zeigt den technologischen Wandel: vom kompromisslosen Rennwagen zum alltagstauglichen SUV mit vierstelliger Leistung.
Der Cayenne Turbo Electric beschleunigt in 2,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Reichweite liegt bei über 600 Kilometern nach WLTP. An Schnellladesäulen lädt das SUV mit bis zu 400 kW. Das Thermo- und Batteriemanagement ermöglicht wiederholbare Leistungsentfaltung. Die Allradregelung arbeitet rein elektrisch und verteilt das Drehmoment präzise auf alle vier Räder.
Während der 917/30 ausschließlich für den Rennsport konzipiert wurde, vereint der Cayenne Turbo Electric verschiedene Anforderungen. Das SUV soll sportlich auf der Straße fahren, im Gelände funktionieren und auf langen Strecken komfortabel sein. Der Stromverbrauch liegt nach WLTP zwischen 20,4 und 22,4 kWh pro 100 Kilometer.
Der 917/30 war ein reiner Rennwagen ohne Kompromisse. Sein Zwölfzylinder-Boxermotor mit Turboaufladung entwickelte die Leistung bei hohen Drehzahlen. Das Fahrzeug wog 900 Kilogramm und bot keine Komfortausstattung. Der Cayenne Turbo Electric wiegt deutlich mehr, bietet aber Platz für fünf Personen, ein großes Kofferraumvolumen und Assistenzsysteme für den Alltag.
Das sofort anliegende Drehmoment der Elektromotoren unterscheidet sich grundlegend vom Leistungsaufbau des Turbomotors im 917/30. Die elektronische Regelung ermöglicht eine präzisere Steuerung der Traktion. Porsche gibt an, dass die Leistung des Cayenne Turbo Electric intuitiv beherrschbar sei.
Das F.A.T. Ice Race in Zell am See hat sich als Plattform für historische und moderne Porsche etabliert. Auf der zugefrorenen Oberfläche zeigen sich die unterschiedlichen Antriebskonzepte besonders deutlich. Die Veranstaltung wird von Ferdinand „Ferdi" Porsche organisiert und verbindet Motorsport-Tradition mit aktuellen Modellen.
Neben dem Cayenne Turbo Electric bietet Porsche auch die Basisversion Cayenne Electric an. Diese leistet weniger und verbraucht zwischen 19,7 und 21,9 kWh pro 100 Kilometer. Beide Varianten sind rein elektrisch und emittieren im Betrieb kein CO₂. Zu Preisen und Verfügbarkeit macht Porsche in der aktuellen Mitteilung keine Angaben.
| Leistung | 850 kW (1.156 PS) |
| Beschleunigung 0-100 km/h | 2,5 s |
| Reichweite | über 600 km (WLTP) |
| Ladeleistung | bis 400 kW |
| Stromverbrauch | 20,4–22,4 kWh/100 km (WLTP) |
| CO₂-Emissionen | 0 g/km |
| CO₂-Klasse | A |