Der Flachbau RS basiert auf einem 911 GT2 RS mit Weissach-Paket. Die Entwicklung dauerte nahezu drei Jahre und vereinte die Expertise von Sonderwunsch, Style Porsche, Porsche Motorsport, den Weissacher Entwicklungsingenieuren sowie Manthey. Das Ergebnis ist ein straßenzugelassenes Einzelstück, das dem 935/78 „Moby Dick" aus den späten Siebzigerjahren Tribut zollt.
Die Lackierung erfolgte in Grandprixweiß. Neu entwickelte Kotflügel und eine innovative dreistufige Scheinwerferanordnung prägen die Front. Der Heckflügel orientiert sich am 911 GT3 R rennsport. Umfangreiche Leichtbaumaßnahmen reduzierten das Fahrzeuggewicht um weitere 31,6 Kilogramm gegenüber dem serienmäßigen GT2 RS mit Weissach-Paket.
Zum Entwicklungsprogramm gehörten aerodynamische Validierungen und Windkanaltests. Mehr als 50 Runden auf der Nürburgring-Nordschleife dienten der Abstimmung. Alexander Fabig, Leiter Produkt & Individualisierungsangebot bei Porsche, stellte das Fahrzeug in Monterey vor. Die charakteristische Flachbau-Form mit abgesenkter Frontpartie interpretiert die Designsprache der 935-Rennwagen neu und überträgt sie in die Gegenwart.
Porsche bringt die Handschaltung in den 911 Carrera S zurück – allerdings ausschließlich für die USA und Kanada. Der heckgetriebene Sportwagen leistet 353 kW (480 PS) aus einem 3,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor mit Biturbo-Aufladung. Die Sechsgang-Handschaltung ersetzt das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe PDK.
Zur Serienausstattung zählen die Hinterachslenkung, das um zehn Millimeter tiefergelegte PASM-Sportfahrwerk und das Sport Chrono Paket. Räder mit Zentralverschluss gehören ebenfalls zum Lieferumfang. Der 911 Carrera S mit Handschaltung ist als Coupé und Cabriolet erhältlich.
Die Entscheidung für die Handschaltung erfolgte als Antwort auf die anhaltende Nachfrage von Sportwagen-Enthusiasten in Nordamerika. Dort bleibt die manuelle Schaltung bei Fahrern gefragt, die ein direkteres Fahrerlebnis suchen. Porsche hatte die Handschaltung im Carrera S zuvor aus dem Programm genommen, bietet sie nun aber wieder an – regional begrenzt auf den nordamerikanischen Markt.
Neben den Neuheiten zeigte Porsche die 911 Sally Carrera aus Disneys und Pixars „Cars". Die Figur basiert auf einem Porsche 911 (996) und verbindet die Marke mit der Popkultur. Das Fahrzeug wurde bereits 2022 als fahrbares Einzelstück realisiert und tourt seitdem zu ausgewählten Veranstaltungen.
Drei weitere Unikate ergänzten die Ausstellung: ein 911 GT3 RS inspiriert von Buzz Lightyear, ein 911 Targa 4 GTS im Stil von Jessie sowie ein 911 Carrera T, der Woody aus „Toy Story 5" interpretiert. Die Porsche Sonderwunsch-Abteilung gestaltete jedes Fahrzeug individuell. Farben, Materialien und Details übersetzen die Charakteristika der Filmfiguren in automobile Form.
Die drei Toy Story-Fahrzeuge sind Teil einer wohltätigen Initiative. Sie unterstützen Big Brothers Big Sisters of America, das American Red Cross und die Starlight Children's Foundation. Zu den konkreten Modalitäten der Spendenaktion macht Porsche keine weiteren Angaben.
Die Monterey Car Week entwickelt sich für Porsche zur regelmäßigen Präsentationsplattform für Sonderwunsch-Projekte und limitierte Editionen. Nach dem 911 Sport Classic, dem 911 Dakar und verschiedenen Heritage Design-Modellen in den Vorjahren setzt der Flachbau RS diese Tradition fort.
Die Veranstaltung an der kalifornischen Küste zieht Sammler und Enthusiasten aus aller Welt an. Für Porsche bietet sie die Möglichkeit, exklusive Einzelstücke einem Publikum zu zeigen, das bereit ist, für Individualität zu zahlen. Der Flachbau RS wird nicht in Serie gehen. Ob Porsche weitere Flachbau-Varianten auf Basis anderer Modelle plant, ist nicht bekannt.
Der 911 Carrera S mit Handschaltung hingegen ist bestellbar. Preise nennt Porsche in der Mitteilung nicht. Die Auslieferung in den USA und Kanada soll noch 2026 beginnen. Für andere Märkte ist die Kombination aus Carrera S und Handschaltung nicht vorgesehen – dort bleibt das PDK die einzige Getriebeoption in dieser Modellvariante.
| Basis | 911 GT2 RS mit Weissach-Paket |
| Gewichtsreduktion | 31,6 kg gegenüber GT2 RS Weissach |
| Lackierung | Grandprixweiß |
| Besonderheiten | Flachbau-Kotflügel, dreistufige Scheinwerfer, GT3 R rennsport Heckflügel |
| Entwicklungszeit | nahezu drei Jahre |
| Nordschleife-Testrunden | über 50 |
| Straßenzulassung | ja |
| Motor | 3,0-Liter-Sechszylinder-Boxer, Biturbo |
| Leistung | 353 kW (480 PS) |
| Getriebe | Sechsgang-Handschaltung |
| Antrieb | Hinterradantrieb |
| Fahrwerk | PASM Sport, 10 mm tiefergelegt |
| Serienausstattung | Hinterachslenkung, Sport Chrono Paket, Zentralverschlussräder |
| Karosserievarianten | Coupé, Cabriolet |
| Verfügbarkeit | USA und Kanada |
| Kraftstoffverbrauch kombiniert (WLTP) | 10,6 – 10,1 l/100 km |
| CO₂-Emissionen kombiniert (WLTP) | 242 – 230 g/km |