Porsche Fahrer
· 21.05.2026
Porsche-Markenbotschafter Jörg Bergmeister fuhr mit drei 911-Modellen mit Manthey-Performance-Kits auf dem Michelin Raceway Road Atlanta neue Bestzeiten. Der GT2 RS stellte einen Rundenrekord auf.
Der Porsche 911 GT2 RS der Baureihe 991.2 aus dem Modelljahr 2019 hat auf dem Michelin Raceway Road Atlanta einen neuen Rundenrekord für straßenzugelassene Serienfahrzeuge aufgestellt. Porsche-Markenbotschafter Jörg Bergmeister umrundete den 4,088 Kilometer langen Kurs in 1:22,649 Minuten. Damit unterbot er die bisherige Referenzzeit, die 2019 mit demselben Fahrzeug auf dieser Strecke erzielt wurde, um 0,2 Sekunden.
Das Manthey-Performance-Kit umfasst Optimierungen an Fahrwerk und Aerodynamik. Bergmeister absolvierte die Rekordfahrt auf straßenzugelassenen Michelin Pilot Sport Cup 2 R N0-Reifen, die von Porsche zertifiziert sind. Der Biturbo-Sechszylinder-Boxermotor leistet 515 kW (700 PS) bei 7.000/min und entwickelt ein maximales Drehmoment von 750 Nm zwischen 2.500 und 4.500/min.
„Auch fast zehn Jahre nach seiner Markteinführung begeistert die Leistung des Biturbo-Sechszylinder-Boxermotors noch immer", sagte Bergmeister. „Das weiterentwickelte Fahrwerk und der höhere Abtrieb erlauben es, sehr spät zu bremsen, hohe Kurvengeschwindigkeiten zu fahren und früh zu beschleunigen – das schafft enormes Vertrauen, wovon auch ambitionierte Trackday-Fahrer profitieren."
Der 911 GT3 RS des Modelljahres 2025 (Baureihe 992.1) erzielte mit Manthey-Kit eine Rundenzeit von 1:23,932 Minuten. Damit ist er das schnellste Serienfahrzeug mit Saugmotor, das bisher auf dem Michelin Raceway Road Atlanta gemessen wurde. Das aerodynamische Paket erzeugt nach Herstellerangaben über 1.000 Kilogramm Abtrieb.
Der Vierzylinder-Saugmotor mit 4,0 Litern Hubraum leistet 386 kW (525 PS) bei 8.500/min. Das maximale Drehmoment von 465 Nm liegt bei 6.300/min an. Das Manthey-Kit ergänzt die serienmäßige Aerodynamik durch zusätzliche Komponenten an Front, Unterboden und Heck. Dazu gehören modifizierte Fahrwerkskomponenten, die speziell für den Rennstreckeneinsatz abgestimmt sind.
„Der Abtrieb ist schlicht beeindruckend", schwärmte Bergmeister. „Die Kurvengeschwindigkeiten bewegen sich auf dem Niveau von GT-Rennfahrzeugen. Das Fahrwerk steckt Curbs souverän weg und hilft dabei, das enorme Potenzial dieses Pakets voll auszuschöpfen."
Die Kombination aus hohem aerodynamischen Abtrieb und dem hochdrehenden Saugmotor ermöglicht konstant hohe Kurvengeschwindigkeiten. Das Fahrwerk verarbeitet nach Angaben des Fahrers auch die Randsteine der Strecke ohne Stabilitätsverlust.
Der 911 GT3 der Baureihe 992.2 aus dem Modelljahr 2026 fuhr mit Manthey-Kit eine Zeit von 1:24,639 Minuten. Damit war er 1,8 Sekunden schneller als der GT3 des Modelljahres 2022, der vor mehreren Jahren auf derselben Strecke eine Zeit von 1:26,46 Minuten erzielte.
Der aktuelle GT3 nutzt ebenfalls den Vierzylinder-Saugmotor mit 4,0 Litern Hubraum. Die Leistung liegt bei 375 kW (510 PS) bei 8.400/min, das maximale Drehmoment beträgt 450 Nm bei 6.100/min. Das Manthey-Kit für dieses Modell konzentriert sich auf aerodynamische Verbesserungen und Fahrwerksanpassungen.
Die Zeitverbesserung von 1,8 Sekunden gegenüber dem Vorgänger resultiert aus der Kombination von Serienentwicklung und den Manthey-Komponenten. Die straßenzugelassenen Sportreifen ermöglichen dabei den direkten Vergleich mit früheren Messungen identischen Bedingungen.
Manthey-Racing bietet Performance-Kits für verschiedene 911-Modelle an. Die Komponenten sind straßenzugelassen und können nachträglich installiert werden. Jedes Kit ist spezifisch auf das jeweilige Modell abgestimmt und umfasst aerodynamische Bauteile sowie Fahrwerkskomponenten.
Die Tests auf dem Michelin Raceway Road Atlanta erfolgten kontrollierten Bedingungen mit identischer Bereifung. Alle drei Fahrzeuge nutzten Michelin Pilot Sport Cup 2 R N0-Reifen in der für das jeweilige Modell vorgesehenen Dimension. Die Strecke in Georgia gilt mit ihren Höhenunterschieden von bis zu 30 Metern und schnellen Kurven als anspruchsvoller Prüfstand für Sportwagen.
Die Rundenzeiten dokumentieren die Entwicklung der 911-Baureihe über verschiedene Generationen hinweg. Der GT2 RS aus der 991-Generation hält trotz seines Alters den absoluten Streckenrekord für Serienfahrzeuge. Die aktuellen GT3-Modelle der 992-Baureihe zeigen mit Saugmotoren vergleichbare Performance-Werte.
| Motor | 3,8-Liter-Biturbo-Sechszylinder-Boxermotor |
| Leistung | 515 kW (700 PS) bei 7.000/min |
| Drehmoment | 750 Nm (2.500-4.500/min) |
| Modelljahr | 2019 |
| Bereifung | Michelin Pilot Sport Cup 2 R N0 |
| Rundenzeit Road Atlanta | 1:22,649 min |
| Motor | 4,0-Liter-Sechszylinder-Saugmotor |
| Leistung | 386 kW (525 PS) bei 8.500/min |
| Drehmoment | 465 Nm bei 6.300/min |
| Abtrieb | über 1.000 kg |
| Modelljahr | 2025 |
| Bereifung | Michelin Pilot Sport Cup 2 R N0 |
| Rundenzeit Road Atlanta | 1:23,932 min |
| Motor | 4,0-Liter-Sechszylinder-Saugmotor |
| Leistung | 375 kW (510 PS) bei 8.400/min |
| Drehmoment | 450 Nm bei 6.100/min |
| Modelljahr | 2026 |
| Bereifung | Michelin Pilot Sport Cup 2 R N0 |
| Rundenzeit Road Atlanta | 1:24,639 min |
| Verbesserung ggü. MY 2022 | 1,8 Sekunden |