Porsche 911 GT3 R startet in Le Mans im Retro-Design

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 · 06.06.2026

Porsche 911 GT3 R, Manthey DK Engineering | Porsche AG

Silberne Neunelfer erinnern an historischen Erfolg

Bei der 94. Auflage der 24 Stunden von Le Mans am 13. und 14. Juni treten zwei Porsche 911 GT3 R in einem besonderen Design an. Das Kundenteam Manthey setzt die beiden Rennwagen in der LMGT3-Klasse ein – foliert in Silber als Hommage an den Porsche 356 SL Coupé von 1951. In jenem Jahr errangen die Franzosen Auguste Veuillet und Edmond Mouche beim allerersten Einsatz eines Porsche in Le Mans den Klassensieg. Der Wagen mit der Fahrgestellnummer 356/2-063 trug ebenfalls Silber.

„Wir sind nicht nur Rekordhalter bei Gesamt- und Klassensiegen, sondern auch der einzige Hersteller, der seit 1951 ununterbrochen mindestens ein Fahrzeug am Start in Le Mans hatte", sagt Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. „Diese Statistik macht uns sehr stolz." Porsche hat auf dem Circuit des 24 Heures bislang 19 Gesamtsiege und 112 Klassensiege erzielt. 2026 steht im 76. Jahr in Folge mindestens ein Porsche am Start des Langstreckenklassikers in Nordwestfrankreich.

Der 911 GT3 R mit der Startnummer 91 wird von James Cottingham, Timur Boguslavskiy und Werksfahrer Ayhancan Güven pilotiert. Im Schwesterauto mit der Nummer 92 sitzt anderem der österreichische Porsche-Werksfahrer Richard Lietz, zusammen mit Yasser Shahin und Riccardo Pera. Manthey peilt den dritten Klassensieg in Serie an.

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Der erste Klassensieg mit 46 PS

Der Weg zum ersten Porsche-Erfolg in Le Mans war steinig. Von drei Wettbewerbs- und Trainingsfahrzeugen waren bis zum Rennstart bereits zwei verunfallt. Alle Hoffnung lag auf dem verbliebenen 356 SL – intern als „Typ 514 Porsche Sport für Le Mans 1951" bezeichnet. Der luftgekühlte Vierzylinder-Boxermotor mit 1.086 Kubikzentimetern leistete 46 PS. Das Fahrzeug wog 635 Kilogramm.

Die An- und Abreise zur Rennstrecke an der Sarthe erfolgte auf Achse: elf Stunden über Landstraßen mit Start in Zuffenhausen. Am 23. Juni 1951 starteten Veuillet und Mouche in das 24-Stunden-Rennen. Der silberfarbene 356 überzeugte mit Standfestigkeit und Effizienz. In Runde 158 erreichte der Wagen seine Bestzeit von 5:44,7 Minuten pro Umlauf. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 160 km/h.

Als die Zielflagge fiel, hatten Veuillet und Mouche den Klassensieg sowie den 20. Gesamtrang erreicht. Insgesamt spulten sie 2.840,65 Kilometer mit einem Schnitt von 118,36 km/h ab. Es war der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte: Porsche sollte in den folgenden Jahrzehnten zum erfolgreichsten Hersteller in Le Mans werden.

Motorsport als Entwicklungslabor

Laudenbach betont die Bedeutung des Rennsports für die Serienentwicklung: „Diese Innovationen aus Weissach haben wir durch Renneinsätze, anderem in Le Mans, zur Serienreife gebracht. Sie sind somit im wahrsten Sinne ‚raceborn'." Als Beispiele nennt er innenbelüftete Scheibenbremsen, das Doppelkupplungsgetriebe PDK und die 800-Volt-Hochspannungstechnologie.

Porsche gehört zu den Herstellern mit den meisten Kundenfahrzeugen im Renneinsatz. Zum aktuellen Portfolio zählen der 911 GT3 R, der 718 Cayman GT4 RS Clubsport, der 911 Cup sowie der 911 GT3 Cup mit Rallye-GT-Kit. Hinzu kommen der 99X Electric und der 963, die beide auch vom Werk eingesetzt werden.

Kontinuität seit 75 Jahren

Das Sonderdesign der beiden 911 GT3 R ist Teil der Feierlichkeiten zu 75 Jahre Porsche Motorsport. Die Folierung orientiert sich am Design des 356 SL Coupé von 1951 und unterstreicht die Kontinuität der Marke im Motorsport. Seit dem ersten Start 1951 hat Porsche kein einziges Jahr in Le Mans ausgelassen – eine Statistik, die kein anderer Hersteller vorweisen kann.

Die beiden Manthey-Fahrzeuge treten in der LMGT3-Klasse an, die speziell für GT3-Rennwagen konzipiert ist. Der 911 GT3 R basiert auf dem Straßensportwagen 911 GT3 und wird ausschließlich an Kundenteams verkauft. Manthey hat in den vergangenen Jahren mehrfach bewiesen, dass der Neunelfer auch in Le Mans konkurrenzfähig ist.


Im Überblick

ModellPorsche 911 GT3 R
EinsatzklasseLMGT3
Rennen24 Stunden von Le Mans 2026
Renntermin13./14. Juni 2026
TeamManthey (Manthey DK Engineering, The Bend Manthey)
Startnummer 91James Cottingham (GBR), Timur Boguslavskiy (RUS), Ayhancan Güven (TUR)
Startnummer 92Yasser Shahin (AUS), Riccardo Pera (ITA), Richard Lietz (AUT)
SonderlackierungSilber (Hommage an Porsche 356 SL von 1951)
Historisches VorbildPorsche 356 SL Coupé, Fahrgestellnummer 356/2-063
Historischer Erfolg 1951Klassensieg, 20. Gesamtrang
Fahrer 1951Auguste Veuillet (FRA), Edmond Mouche (FRA)
Motor 356 SLVierzylinder-Boxermotor, luftgekühlt
Hubraum 356 SL1.086 cm³
Leistung 356 SL46 PS
Gewicht 356 SL635 kg
Höchstgeschwindigkeit 356 SL160 km/h
Bestzeit 356 SL5:44,7 min
Gesamtdistanz 19512.840,65 km
Durchschnittsgeschwindigkeit 1951118,36 km/h

Auf einen Blick

  • Porsche feiert 75 Jahre Motorsport mit Sonderlackierung in Le Mans
  • Zwei Porsche 911 GT3 R starten in historischem Silber-Design
  • Hommage an ersten Klassensieg 1951 mit Porsche 356 SL Coupé
  • Manthey peilt dritten LMGT3-Klassensieg in Serie an
  • Porsche hält Rekord mit 19 Gesamtsiegen und 112 Klassensiegen in Le Mans

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