39. AvD-Oldtimer-Grand-Prix
18.08.2011 13:00
Rückblick
Sechs der seltenen und legendären
Maserati "Birdcage", drei davon an der Spitze des hochkarätig besetzten
Feldes, starteten zum Formationsflug in die Dämmerung. Der Brite Alan
Minshaw war Samstag Abend der schnellste im Vogelkäfig und siegte im
roten Tipo 61 vor seinen Landsmännern Simon Ham im Lister Jaguar und
Irvine Laidlaw im schwarzen T61 auf Rang 3. Auch im zweiten Rennlauf am
Sonntag setzten sich zwei Birdcages an die Spitze. Werner Max aus
Düsseldorf siegte vor Josef Otto Rettenmaier aus Rosenberg. Das
Siegertrio komplettierte das Team mit AvD-Vizepräsident Franz Graf zu
Ortenburg und Christian von Wedel im Austin Healey 3000 Mk I.
Genuss für Augen und Ohren
Neben den Birdcages begeisterten weitere elegante Sportwagen wie Aston
Martin DB3 S, ein Ferrari Dino 196 S, ein Lotus Eleven, mehrere Mercedes
Benz 300 SL oder auch zwei der 1948/49 am Nürburgring gebauten Veritas
RS. Claudia Hürtgen steuerte im Rennen der Zweisitzer und GT einen
Maserati 300 S über den Eifelkurs und fuhr Samstag als vierte über die
Ziellinie. Die Profirennfahrerin aus Aachen war bereits am Freitag mit
ihrer Teamkollegin Gabi von Oppenheim unter schwierigsten Bedingungen
ein tolles Rennen gefahren. Im AvD-Historic-Marathon hatte sie sich u.a.
mit zwei Rallye-Legenden duelliert – mit Walter Röhrl im Porsche 911
und dem Schweden Stig Blomqvist im Ford Galaxie.
Neerpasch und Ludwig ausgebremst
Pech hatten zwei andere ehemalige Rennprofis während des
AvD-Oldtimer-Grand-Prix. Jochen Neerpasch konnte mit seinem Ford Mustang
Shelby 350 GT auf der Nürburgring Nordschleife lediglich einige
Trainingsrunden hinlegen. Sein Teamkollege Remo Lips, der im Marathon
zuerst das Steuer übernahm, musste den Shelby nach ein paar Runden wegen
starkem Ölverlust abstellen. Neerpasch konnte deshalb auch nicht im
Masters GT Rennen starten. Ebenfalls eine Ölspur auf der
Grand-Prix-Strecke hinterließ der giftige 935er von Klaus Ludwig und
seinem Teamkollegen Chris Stahl aus Bonn. Der weiß-rosa Kremer Porsche
hatte bereits im Training zum "Revival Deutsche Rennsportmeisterschaft"
aufgemuckt und war später im Rennen nach ein paar schnellen Runden nicht
mehr richtig auf Touren gekommen. Klaus Ludwig musste sich deshalb am
Samstag mit Rang 12 zufriedengeben. Aufs Siegertreppchen fuhren zwei
andere Porsche 935 K3 Piloten: Wolfgang Krautmann aus Molsberg und
Daniel Schrey aus Rietberg.
alle Fotos © AvD / Fotograf Tom Linke ad08





