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21.06.2018 08:55

Porsche steigt bei Rimac ein

Porschechef Oliver Blume (links), mit Mate Rimac, Gründer und CEO von Rimac Automobili. Foto: Porsche
Porschechef Oliver Blume (links), mit Mate Rimac, Gründer und CEO von Rimac Automobili. Foto: Porsche

Porsche hat zehn Prozent der Technologie- und Sportwagenfirma Rimac Automobili übernommen. Das kroatische Unternehmen entwickelt und produziert Komponenten für die Elektromobilität und stellt selbst elektrische Supersportwagen her. Rimac erlangte im vergangenen Jahr durch einen spektakulären Vorfall bei den Dreharbeiten für das Automagazin „The Grand Tour“ Bekanntheit.

„The Grand Tour“ ist die Nachfolgesendung der drei ehemaligen BBC-Moderatoren James Clarkson, Richard Hammond und James May, die dort die für „Top Gear“ vor der Kamera standen. Bei den Dreharbeiten für die zweite Staffel von „The Grand Tour“ kam Richard Hammond bei einem Bergrennen in der Schweiz nach der Zieldurchfahrt mit einem Rimac Concept One von der Straße ab. Der Wagen überschlug sich mehrmals und brannte aus, Hammond wurde bei dem Unfall verletzt. Die Briten nahmen es mit dem ihnen eigenen Humor:  Seine Kollegen zogen ihn während der zweiten Staffel immer wieder mit dem Vorfall auf. Der Concept One besitzt vier Elektromotoren mit einer Leistung von rund 1200 PS.

Auf dem Genfer Autosalon präsentierte Rimac den „C Two“. Foto: RimacPorsche strebt vor dem Hintergrund seiner Elektro-Offensive eine Entwicklungspartnerschaft mit Rimac an. Der Gründer Mate Rimac (30) begann 2009 in einer Garage an einem schnellen, elektrisch angetriebenen Sportwagens zu arbeiten. Zuletzt hat Rimac auf dem Genfer Autosalon im März 2018 sein Elektro-Fahrzeug „C Two“ präsentiert. Der Zweisitzer leistet knapp 2000 PS und kommt auf eine Spitzengeschwindigkeit von 412 Kilometer pro Stunde. Er besitzt eine Reichweite von 650 Kilometern (NEFZ) und kann durch ein 250 kW-Schnellladesystem innerhalb einer halben Stunde auf 80 Prozent der Akkuladung geladen werden. Darüber hinaus entwickelt und produziert das Unternehmen elektrische Hochleistungsantriebe und Batteriesysteme.

Porsche strebt eine enge Zusammenarbeit mit Rimac in Form einer Entwicklungspartnerschaft an. Insgesamt beschäftigt das schnell wachsende Unternehmen mit Sitz in Zagreb knapp 400 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte von Rimac liegen auf der Batterietechnologie im Hochspannungsbereich, dem Elektroantrieb sowie der Entwicklung von digitalen Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine (HMI). Außerdem ist Rimac in der Entwicklung und Produktion von E-Bikes aktiv. Dieses Geschäft wurde 2013 in der Tochterfirma Greyp Bikes ausgegründet.

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