Schnelle Runde

24.04.2018 07:20

Porsche fährt mit dem 911 GT3 RS 6:56,4 min auf der Nordschleife

Der 911 GT3 RS umrundete die Nordschleife in 6:56,4 min. Foto: Porsche
Der 911 GT3 RS umrundete die Nordschleife in 6:56,4 min. Foto: Porsche

Porsche hat mit dem neuen 911 GT3 RS auf der Nürburgring-Nordschleife die Bestzeit für den neuen 911 GT3 RS ermittelt: Porsche-Werksfahrer Kévin Estre gelang am Steuer des 520 PS starken Wagens eine Rundenzeit von 6.56,4 Minuten. Der Franzose unterbot damit die Bestzeit des Vorgängermodells um rund 24 Sekunden.

Abwechselnd mit Estre bewegte auch Entwicklungsfahrer Lars Kern den GT3 RS. Lars Kern war der Fahrer, der mit dem Porsche 911 GT2 RS im September vergangenen Jahres eine Zeit von 6:47,3 min auf der Nordschleife gefahren war. Das ist der aktuelle Rekord für straßenzugelassene Fahrzeuge dort. Nach dem 918 Spyder und dem 911 GT2 RS ist der neue GT3 RS der dritte Seriensportwagen von Porsche mit einer notariell beglaubigten Rundenzeit von unter sieben Minuten auf der anspruchsvollen Rennstrecke. Gemessen wurde auf der für Rekordfahrten üblichen 20,6 Kilometer langen Distanz.

Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge: „Kein anderes Modell von Porsche ist so nah am Rennsport wie der neue GT3 RS. Hier sind viele innovative Ideen aus dem Spitzenmotorsport, zum Beispiel aus dem 911 GT3 R eingeflossen.“ Die Zeit zeigt im Vergleich zum GT2 RS auch: Leistung ist zwar auch auf der Nordschleife ein Thema, doch der GT3 RS hat einen um 180 PS schwächeren Motor im Heck, der zudem über keine Aufladung verfügt.

Lars Kern (Porsche Testfahrer, links) und Kévin Estre (Porsche Werksfahrer) nach der Runde auf der Nürburgring-Nordschleife. Foto: PorscheAndreas Preuninger, Gesamtprojektleiter GT-Straßenfahrzeuge: „Alle vier Rundenzeiten beider Fahrer lagen unterhalb von sieben Minuten und nur wenige Zehntel auseinander. Das beweist nicht nur die extreme Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs, sondern auch die außergewöhnlich gute Fahrbarkeit des GT3 RS im Grenzbereich. Damit haben wir den Beweis angetreten, dass mit einem perfekt abgestimmten Gesamtsystem sportliche Höchstleistungen auch mit vergleichsweise moderater Motorleistung möglich sind.“

Der 29-jährige Estre begann die Rekordrunde um 11:40 Uhr bei optimalen äußeren Bedingungen: 14 Grad Celsius Luft- und 18 Grad Streckentemperatur. Kévin Estre gehört seit 2016 zum Kader der Porsche-Werksfahrer. Er startet unter anderem im Porsche 911 RSR in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) inklusive der 24 Stunden von Le Mans sowie mit dem 911 GT3 R im ADAC GT Masters.

Der 911 GT3 RS war mit der neuesten Generation der Pilot Sport-Reihe von Michelin bereift. Der speziell für den Trackday-Einsatz optimierte Michelin Pilot Sport Cup 2 R erfüllt alle Gesetzesvorgaben für die EU und die USA. Der Reifen in den Dimensionen 265/35 ZR 20 (Vorderachse) und 325/30 ZR 21 (Hinterachse) ist demnächst bei allen Porsche Zentren und ausgewählten Händlern bestellbar. Die Freigabe umfasst den 911 GT3 RS und den 911 GT2 RS.

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