Pech in Long Beach

17.04.2018 08:27

Im dritten IMSA-Lauf bremsen Probleme den 911 RSR

Earl Bamberg lag mit dem 911 RSR auf Siegkurs. Doch ein Aufhängungsschaden stoppte ihn kurz vor dem Ende des Rennens. Foto: Porsche
Earl Bamberg lag mit dem 911 RSR auf Siegkurs. Doch ein Aufhängungsschaden stoppte ihn kurz vor dem Ende des Rennens. Foto: Porsche

Porsche hatte die schnellsten Fahrzeuge im Feld, doch am Ende blieb der Erfolg aus. Nachdem der Porsche 911 RSR beim Zwölfstundenklassiker in Sebring seinen ersten Klassen-Saisonsieg in der IMSA SportsCar Championship gefeiert hatte, sah es auch in Long Beach lange nach einem Erfolg aus. Beim mit 100 Minuten kürzesten Rennen des Jahres lag Earl Bamber (Neuseeland) auf dem engen Stadtkurs in Kalifornien bis 22 Minuten vor dem Ziel in Führung. Dann musste er den Wagen, den er sich mit Laurens Vanthoor (Belgien) teilte, mit einem Aufhängungsdefekt an der Box abstellen. Auch für den zweiten 911 RSR lief es nicht gut.

Im zweiten vom Porsche-GT-Team eingesetzten 911 RSR mit der Nr. 911 belegten die Sebring-Sieger Patrick Pilet (Frankreich) und Nick Tandy (Großbritannien) den sechsten Platz in der Klasse GTLM. Dabei war der 911 RSR mit der Nr. 912 erstmals in dieser Saison aus der ersten Reihe gestartet. Laurens Vanthoor nutzte diesen Vorteil und setzte sich gleich in Runde eins an die Spitze. Diese Position verteidigte er gegen alle Angriffe seiner Verfolger. Nach 38 Minuten übergab er den 911 RSR mit der Startnummer 912 während einer Safety-Car-Phase an Earl Bamber. Der ging, weil ein BMW schon zuvor gestoppt hatte, als Zweiter zurück auf die Strecke und schloss sogleich die Lücke zum Führenden. Mit einem spektakulären Überholmanöver eroberte er schließlich die Führung zurück und konnte sich sogar etwas vom Rest des GTLM-Feldes absetzen, bevor ihn der Aufhängungsschaden zur Aufgabe zwang.

Im 911 RSR mit der Startnummer 911 fanden Patrick Pilet und Nick Tandy wegen verschiedener Zwischenfälle nach ihrem ersten Boxenstopp nie mehr richtig ins Rennen. Unter anderem waren sie in eine kleine Kollision mit einem der schnellen Prototypen-Fahrzeuge verwickelt. Den Gesamtsieg holten sich Filipe Albuquerque und Joao Barbosa. Das portugiesische Cadillac-Duo, das beim Auftakt in Daytona gewonnen hatte, verwies in diesem dritten IMSA-Lauf den Nissan von Dalziel/Sharp und den baugleichen Wagen von Jordan Taylor und Renger van der Zande auf die Plätze.

Der vierte Lauf der IMSA SportsCar Championship wird am 6. Mai auf dem Mid-Ohio Sports Car Course in Lexington im US-Bundesstaat Ohio ausgetragen.

Rennergebnis
Klasse GTLM
1. Gavin/Milner (GB/USA), Chevrolet Corvette, 69 Runden
2. Westbrook/Briscoe (GB/USA), Ford GT, 69
3. Hand/Müller (USA/D), Ford GT, 69
4. Magnussen/Garcia (DK/E), Chevrolet Corvette, 69
5. Krohn/Edwards (SF/USA), BMW M8, 69
6. Tandy/Pilet (GB/F), Porsche 911 RSR, 69
7. Vanthoor/Bamber (B/NZ), Porsche 911 RSR, 52
8. Sims/de Phillippi (GB/USA), BMW M8, 37


Die IMSA SportsCar Championship ist eine Sportwagenrennserie, die seit 2014 in den USA und Kanada ausgetragen wird. Sie ist aus dem Zusammenschluss der American Le Mans Series und der Grand-Am Series entstanden. Sportprototypen und Sportwagen starten dabei in drei verschiedenen Klassen: GTLM (GT Le Mans), GTD (GT Daytona) und P (Prototype). Der Porsche 911 RSR fährt in der Klasse GTLM, der Porsche 911 GT3 R in der Klasse GTD.

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