Bookmark and Share

GT-Sport im Focus

11.12.2017 09:16

Porsche gibt Ausblick auf 2018

Der Porsche 911 RSR wird 2018 die Spitze des Motorsportengagements von Porsche bilden. Foto: Porsche
Der Porsche 911 RSR wird 2018 die Spitze des Motorsportengagements von Porsche bilden. Foto: Porsche

Porsche wird in der kommenden Saison mit vier Porsche 911 RSR in Le Mans an den Start gehen, wie überhaupt der GT-Sport im Mittelpunkt stehen wird. Und der Porsche 919 Hybrid soll noch nicht ganz in den Ruhestand gehen. Auf seiner „Night of Champions“ in Weissach gab es einen ersten Ausblick auf die Motorsportsaison 2018.
Wie erwartet wird Porsche nach dem Rückzug aus der LMP-1-Klasse sein Engagement im GT-Sport stark ausweiten. Dazu gehört das bisher größte GT-Werksengagement in Le Mans.

Bei der 86. Auflage des 24-Stunden-Rennens in Le Mans plant Porsche den Einsatz von vier Werksautos und folgt damit dem Beispiel von Ford.  Die beiden Porsche GT Teams aus der FIA WEC und der IMSA WeatherTech Championship betreuen jeweils zwei der rund 510 PS starken Fahrzeuge. Das Cockpit der Startnummer 91 teilen sich Gianmaria Bruni, Richard Lietz und Frédéric Makowiecki. In der Nummer 92 treten Kévin Estre, Michael Christensen und Laurens Vanthoor an. Mit Nummer 93 sollen Patrick Pilet, Nick Tandy und Earl Bamber an den Start gehen. Der Einsatz des 911 RSR mit Startnummer 94 ist mit Timo Bernhard, Romain Dumas und Sven Müller geplant. Mit Bamber, Bernhard, Dumas und Tandy sind insgesamt vier Le-Mans-Gesamtsieger auf dem 919 Hybrid im Werksaufgebot am Start.

In Le Mans sollen vier Werkswagen an den Start gehen. Foto: PorscheIn der Saison 2018/2019 ist Porsche mit dem Porsche GT Team werksseitig erneut in der FIA World Endurance Championship (WEC) in der GTE-Pro Klasse dabei. Im 911 RSR mit der Startnummer 91 fahren Gianmaria Bruni (bisher Frédéric Makowiecki) und Richard Lietz um die Weltmeisterschaft, mit der Startnummer 92 Michael Christensen und Kévin Estre. In der Klasse GTE-Am haben sich eine Reihe von Kundenteams um einen Startplatz mit dem 911 RSR (Modelljahr) 2017 beworben. Insgesamt hat Porsche sieben 911 RSR an Kunden für die WEC, die 24 Stunden von Le Mans und die European Le Mans Series verkauft.

In der IMSA WeatherTech Championship teilen sich Nick Tandy und Patrick Pilet wie schon in ihrem Meisterjahr 2015 das Cockpit des 911 RSR mit der Startnummer 911. Im Schwesterauto mit der Nummer 912 bilden der zweifache Le-Mans-Gesamtsieger Earl Bamber und Intercontinental GT Challenge und Blancpain Series Champion Laurens Vanthoor das Fahrerduo.

Beim 24-Stunden-Rennen wird Manthey zwei Porsche 911 GT3 R mit Werksfahrern einsetzen. Foto: PorscheDer 911 GT3 R erhält für die GT3-Saison 2018 ein Upgrade. Das Teilepaket, mit dem alle Fahrzeuge der Modelljahre 2016 und 2017 aufgerüstet werden können, beinhaltet unter anderem einen neuen Frontdeckel zur Optimierung des Thermomanagements und seitliche Flicks zur Verbesserung der Aerobalance.

In der Intercontinental GT Challenge unterstützt Porsche bei allen Rennen mindestens ein lokales Team beim Einsatz eines 911 GT3 R in der Pro-Klasse. Das Werksfahrer-Trio Dirk Werner, Romain Dumas und Frédéric Makowiecki wird alle Rennen bestreiten und um die Fahrermeisterschaft kämpfen. Auch im Blancpain GT Series Endurance Cup teilt sich das Trio das Cockpit eines 911 GT3 R. Dieser wird bei allen Rennen von Manthey Racing eingesetzt. In vielen weiteren internationalen und nationalen GT-Serien wie zum Beispiel der European Le Mans Series, der Pirelli World Challenge, der japanischen Super GT Serie, der GTD-Klasse der IMSA WeatherTech Championship oder der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring unterstützt Porsche Kundenteams mit Ingenieuren und Fahrern.

Der amtierende FIA-WEC-Weltmeister und Le-Mans-Sieger Timo Bernhard gibt in der Saison 2018 sein Comeback im GT-Sport. Gemeinsam mit Kévin Estre tritt der Rennstallbesitzer im eigenen Team 75 Bernhard im ADAC GT Masters an.

Mit 13 Werksfahrern am Start

Beim ADAC 24h Rennen auf dem Nürburgring werden voraussichtlich insgesamt neun Porsche 911 GT3 R am Start stehen. Fünf Fahrzeuge werden von Kundenteams in der Pro-Klasse eingesetzt, vier in der Amateurwertung. Manthey Racing bringt gleich zwei Fahrzeuge mit Werksfahrer-Besetzung an den Start: Im 911 GT3 R mit der Startnummer 911 wechseln sich Earl Bamber, Laurens Vanthoor, Kévin Estre und Patrick Pilet ab. Mit der Nummer 912 gehen Romain Dumas, Richard Lietz, Frédéric Makowiecki und Nick Tandy ins Rennen. Insgesamt werden 13 Porsche-Werksfahrer und vier Young Professionals beim Eifel-Marathon am 12./13. Mai an den Start gehen.

Der neue 911 GT3 Cup, der in der Saison 2017 seine Premiere im Porsche Mobil 1 Supercup, dem Carrera Cup Deutschland sowie in Nordamerika feierte, kommt 2018 im Großteil der weltweit 21 Markenpokale zum Einsatz. Insgesamt 339 Exemplare des 485 PS starken Markenpokal-Renners laufen bis zum Frühjahr 2018 im Porsche-Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen vom Band. Noch nie wurden so viele Rennfahrzeuge eines Typs für eine Saison gefertigt. Damit bleibt der Porsche 911 GT3 Cup der meistverkaufte Rennwagen der Welt.

Der Porsche 919 Hybrid wird 2018 auf Abschiedstournee gehen. Foto: PorscheDas Porsche-LMP-Team wird sich 2018 auf den Einstieg in die Formel E konzentrieren. Der Einstieg erfolgt zur Saison sechs, die Ende 2019 beginnt. Bis dahin wird das Team einen kompletten Antriebsstrang konzipieren, entwickeln und testen. Die ersten Schritte sind bereits in 2017 erfolgt, im nächsten Jahr steht die konkrete Umsetzung des Konzeptes an. Erste Testfahrten mit dem kompletten Formel E-Rennwagen von Porsche erfolgen Anfang 2019. Ein zweites Aufgabenfeld wird die Abschiedstour für das dreimalige Le-Mans-Siegerauto Porsche 919 Hybrid sein. Außerhalb der Events in der FIA Langstreckenweltmeisterschaft (WEC) und damit auch außerhalb der Reglementierung von nutzbaren Energiemengen wird der innovative Rennwagen bei zahlreichen Einzel-Events über das ganze Jahr eingesetzt. Ein genaues Programm wird Anfang 2018 bekannt gegeben. 2019 tritt der 919 seine letzte Fahrt ins Porsche Museum an.

Werksfahrer 2018
Earl Bamber (27), Neuseeland
Jörg Bergmeister (41), Deutschland
Timo Bernhard (36), Deutschland
Gianmaria Bruni (36), Italien
Michael Christensen (27), Dänemark
Romain Dumas (39), Frankreich
Kévin Estre (29), Frankreich
Brendon Hartley (28), Neuseeland
Neel Jani (34), Schweiz
Richard Lietz (33), Österreich
Patrick Long (36), USA
André Lotterer (36), Deutschland
Frédéric Makowiecki (37), Frankreich
Sven Müller (25), Deutschland
Patrick Pilet (36), Frankreich
Nick Tandy (33), Großbritannien
Laurens Vanthoor (26), Belgien
Dirk Werner (36), Deutschland

Young Professionals
Matteo Cairoli (21), Italien
Matt Campbell (22), Australien
Mathieu Jaminet (23) , Frankreich
Dennis Olsen (21), Norwegen

Junioren
Julien Andlauer (18), Frankreich
Thomas Preining (19), Österreich

Porsche Selected Drivers 2018
Christina Nielsen (25), Dänemark

Übersicht Rennserien

FIA World Endurance Championship
911 RSR #91
Gianmaria Bruni
Richard Lietz

911 RSR #92
Michael Christensen
Kévin Estre

24-Stunden-Rennen Le Mans
911 RSR #91
Gianmaria Bruni
Richard Lietz
Frédéric Makowiecki

911 RSR #92
Michael Christensen
Kévin Estre
Laurens Vanthoor

911 RSR #93
Earl Bamber
Patrick Pilet
Nick Tandy

911 RSR #94
Timo Bernhard
Romain Dumas
Sven Müller

IMSA WeatherTech Championship
911 RSR #911
Patrick Pilet
Nick Tandy
Frédéric Makowiecki (nur North American Endurance Cup)

911 RSR #912
Earl Bamber
Laurens Vanthoor
Gianmaria Bruni (nur North American Endurance Cup)

Intercontinental GT Challenge
911 GT3 R #911
Romain Dumas
Frédéric Makowiecki
Dirk Werner

Blancpain GT Series Endurance Cup
911 GT3 R #911
Romain Dumas
Frédéric Makowiecki
Dirk Werner

Zurück