Erster Saisonsieg

18.03.2018 21:12

Porsche gewinnt in Sebring die GTLM-Klasse

Nick Tandy, Frederic Makowiecki und Patrick Pilet holten für Porsche den ersten Saisonsieg. Foto: Porsche
Nick Tandy, Frederic Makowiecki und Patrick Pilet holten für Porsche den ersten Saisonsieg. Foto: Porsche

Porsche hat seinen ersten Sieg in der Motorsportsaison 2018 geholt. Beim 12-Stunden-Rennen in Sebring gewannen Patrick Pilet (Frankreich), Nick Tandy (Großbritannien) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) die Klasse GTLM. Am Ende kam es zu einem Herzschlagfinale mit gegen den neuen BMW M8, der sich nach einer geänderten BoP als starker Gegner erwies. Im zweiten vom Porsche GT Team eingesetzten 911 RSR kamen Earl Bamber (Neuseeland), Laurens Vanthoor (Belgien) und Gianmaria Bruni (Italien) nach 328 Runden auf dem wegen seiner vielen Bodenwellen berüchtigten Flugplatzkurs als Dritte ins Ziel.

Damit rundeten sie den Porsche-Erfolg in dem auch für den North American Endurance Cup gewerteten Rennen ab.
Zur 66. Auflage des traditionsreichen Rennens, bei dem Porsche seit 1960 als erfolgreichster Hersteller mit 18 Gesamt- und jetzt 71 Klassensiegen Geschichte geschrieben hat, starteten am Samstagvormittag bei herrlichem Frühlingswetter insgesamt 43 Fahrzeuge. Im 911 RSR mit der Startnummer 912 machte Laurens Vanthoor schon in den ersten Runden zwei Positionen gut. Als Sechster des Qualifyings nahm er das Rennen aus der dritten Startreihe in Angriff. Sein Teamkollege Nick Tandy, der in der Startaufstellung mit dem zweiten 911 RSR (Nummer 911) direkt hinter ihm stand, verbesserte sich gar um drei Plätze. Bereits in der 14. Runde wurde das Rennen durch die erste von insgesamt elf Safety-Car-Phasen unterbrochen.

Der Porsche 911 RSR mit der Startnummer 912 und Earl Bamber, Laurens Vanthoor, Gianmaria Bruni am Steuer kam auf Platz 3. Foto PorscheIn der 40. Runde ging Laurens Vanthoor erstmals in Führung. Nach 2:30 Stunden lag sein Teamkollege Gianmaria Bruni an der Spitze des GT-Feldes. Kurz vor Halbzeit trug sich auch Nick Tandy mit seinem 911 RSR in die Liste der Spitzenreiter ein. Sein Teamkollege Frédéric Makowiecki lag in der zweiten Rennhälfte über zwei Stunden am Stück in Führung und musste diese Position erst wegen eines Routinestopps nach Einbruch der Dunkelheit abgeben. Doch die 911 RSR setzten die Spitze weiter unter Druck. Selbst ein abgerissener Heckdiffusor als Folge eines kleinen Austritts neben die Strecke war in Rekordzeit ersetzt, der daraus resultierende Rückstand schnell wieder aufgeholt.

Nach 10 Stunden und 10 Minuten, in der 279. Runde, setzte sich Patrick Pilet im 911 RSR mit der Startnummer 911 erstmals an die Spitze. Nick Tandy verteidigte diese Position bis ins Ziel. Mit diesem Sieg verbesserten sich Nick Tandy, Patrick Pilet und Frédéric Makowiecki in der Fahrerwertung auf den zweiten Platz. Ebenfalls auf Rang zwei rückte Porsche in der Herstellerwertung vor. Der Gesamtsieg in der Prototypenklasse ging an den Nissan von Extreme Speed Motorsport vor zwei Cadillacs. In der Klasse GTD siegte ein Lamborghini.

Im Ziel lag die 911 vor der 912. Foto: Porsche Pascal Zurlinden, Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport bei Porsche, meinte: „In Sebring mit zwei Autos aufs Podium zu fahren, ist ein toller Erfolg. Das Geheimnis war unsere Konstanz und dass wir es geschafft haben, keinen Fehler zu machen. Wir waren vielleicht nicht die Schnellsten auf eine Runde gesehen, aber über die Distanz war das eine perfekte Vorstellung der Fahrer und des ganzen Teams. Selbst als wir die Nummer 912 an der Box reparieren mussten, ist es uns mit großem Einsatz gelungen, das Auto wieder nach vorne zu bringen.“
Der dritte Lauf der IMSA SportsCar Championship ist am 14. April das Stadtrennen in Long Beach im US-Bundesstaat Kalifornien. Es geht nur über 2:40 Stunden.


Rennergebnis

Klasse GTLM
1. Tandy/Pilet/Makowiecki (GB/F/F), Porsche 911 RSR, 328 Runden
2. Sims/de Phillippi/Auberlen (GB/USA/USA), BMW M8, 328
3. Vanthoor/Bamber/Bruni (B/NZ/I), Porsche 911 RSR, 328
4. Westbrook/Briscoe/Dixon (GB/USA/NZL), Ford GT, 328
5. Vilander/Pier Guidi/Calado (SF/I/I), Ferrari 488, 327
6. Gavin/Milner/Fässler (GB/USA/CH), Chevrolet Corvette, 327
7. Krohn/Edwards/Catsburg (SF/USA/NL), BMW M8, 296
8. Magnussen/Garcia/Rockenfeller (DK/E/D), Chevrolet Corvette, 283
9. Hand/Müller/Bourdais (USA/D/F), Ford GT, 277

Klasse GTD
1. Sellers/Snow/Lewis (USA/USA/USA), Lamborghini, 321 Runden
2. Balzan/McNeil/Jeannette (I/USA/USA), Ferrari 488, 321
3. Keating/Bleekemolen/Stolz (USA/NL/D), Mercedes, 321
6. Long/Nielsen/Jaminet/Renauer (USA/DK/F/D), Porsche 911 GT3 R, 321
9. Bergmeister/Lindsey/Pappas (D/USA/A/USA), Porsche 911 GT3 R, 321

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